Sonntag, 29. Dezember 2013

Neue Höchstmarken

















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Rückblick

In der Weihnachtswoche setzte sich die Rekordjagd an den Börsen in eindrucksvolle Form fort. Der DAX kam trotz drei Feiertagen auf zwei neue Höchstmarken; beim Dow Jones und S&P 500 Index waren es sogar jeweils drei neue Rekordhöhen, da es in den USA nur einen Feiertag am 25. Dezember gab. Insgesamt kommt der Dow Jones somit auf 50 neue Höchststände mit noch zwei verbleibenden Handelstagen für 2013

Am Freitag war der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) der Tagesverlierer (roter Pfeil), dennoch führt dieser Index die Tabelle seit Jahresbeginn mit einem Plus von fast 38% an (grüner Pfeil). Das Silber kam am Freitag (grüner Pfeil) und auch im Wochenverlauf (grüner Pfeil) auf den ersten Platz, blieb jedoch unverändert das Schlusslicht seit Jahresbeginn (roter Pfeil). Der gesamte Edelmetallsektor steht auf Jahresbasis tief in roten Zahlen.

Ausblick














Das Jahr 2013 wird an Wall Street als eines der besten eingehen. Der Russel 3000 Index, der 98% aller notierten US-Werte gemessen an der Marktkapitalisierung widerspiegelt weist ein Plus von fast 30% auf (rosa Pfeil) und liegt damit unter den ersten 10% seit 1833! Der DAX kommt auf fast 26% (grüner Pfeil). Enttäuschend ist dagegen der Hang Seng Index in Hong Kong, der einen Anstieg von nur knapp 3% aufweist (roter Pfeil).

Das mit großem Abstand beste Ergebnis unter den Industrienationen erzielt der japanische Nikkei 225 Index mit einem Plus von 57% (orange Pfeil). Trotz dieser eindrucksvollen Leistung liegt der Nikkei immer noch fast 60% unter seinem Rekordhoch von Ende 1989, das erst im nächsten Jahrzehnt wieder erreicht werden kann. 

Technisch betrachtet sind die meisten Börsen momentan überkauft. Zu einer Atempause von 3% bis 5% kann es somit jederzeit kommen. Selbst eine Korrektur von 10%  ist in den kommenden Monaten möglich, ohne dabei diese Hausse zu beenden.

Die erste zuverlässige Börsen-Prognose für 2014 liefert bereits der fünfte Börsentag im Neuen Jahr. Schließt der S&P 500 Index am 8. Januar über dem Jahresendstand von 2013, so wird auch das Gesamtjahr 2014 im Plus enden. Die Treffsicherheit dieser Aussage liegt bei 90% seit 1950. Ich kenne keine bessere Prognose als diese.

Weitere Einschätzungen und aktuelle Empfehlungen gibt es auf meiner Hotline, die ich täglich bespreche. Mein nächster Blog erscheint in der Woche vom 6. Januar.










Heiko Thieme

Samstag, 21. Dezember 2013

Weihnachtsgeschenk der US-Notenbank
















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Rückblick

Börsianer haben allen Grund zum Strahlen. Die dritte Dezember-Woche übertraf selbst optimistische ErwartungenAuch ich war positiv überrascht. Am Freitag wies lediglich der Euro ein geringes Minus auf (roter Pfeil) und bestätigte damit meine Empfehlung im Blog vom 9. Dezember, dem US-Dollar in Zukunft den Vorzug zu geben. Der Tagessieger war das Gold (grüner Pfeil), das jedoch im Wochenverlauf der klare Verlierer war (roter Pfeil) und sogar die $1.200-Marke temporär unterschritt und somit meine Prognose bestätigte. Der gesamte Edelmetall-Sektor gehörte neben dem Euro zu den Verlieren.

Aktien haben Edelmetalle seit Jahresbeginn deutlich geschlagen. Blog-Leser und Hotline-Hörer wurden voll belohnt. Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) liegt mit einem Plus von fast 36% (grüner Pfeil) unangefochten vorn, während Silber mit einem Minus von über 36% (roter Pfeil) weit hinten steht. Wer zu Jahresbeginn im NASDAQ investierte, weist heute ein Plus von gut 110% gegenüber dem aktuellen Silberpreis auf!

Die US-Notenbank wurde für die Börse zum Weihnachtsmann. Als am Mittwoch Notenbankchef Ben Bernanke in seiner letzten Pressekonferenz bekanntgab, das bisherige Kaufprogramm in Höhe von $85 Mrd. ab Januar um lediglich $10 Mrd. zu reduzieren und gleichzeitig die Niedrigzinspolitik bis mindestens 2015 fortzusetzen, gab es auf dem Börsenparkett lauten Beifall und bestätigte auch meinen Kommentar im Blog vom 9. Dezember. Der Dow Jones stieg daraufhin fast 300 Punkte und erreichte wie auch der S&P 500 ein neues Rekordhoch. Am Freitag kam es zu weiteren Rekorden. Der Dow Jones stieg auf seine 47. Hoechstmarke in diesem Jahr, während der DAX sein Rekordhoch vom 29. November nur knapp verfehlte. 

Der Grund für den festen Wochenschluss an der Börse war die abschließende Berechnung für das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Lag die ursprüngliche Hochrechnung bei einem Plus von 2,8%, so kommt die neueste Berechnung auf beachtliche 4,1% primär aufgrund einer stärkeren Konsum-Nachfrage. Die Börsenhausse findet somit eine fundamentale Bestätigung in der robusten Wirtschaftsentwicklung.


Ausblick

Bis Jahresende gibt es an Wall Street noch sechs Börsentage, in Europa sind es dagegen nur noch drei Handelstage. Weitere Höchstmarken sind durchaus noch möglich, auch wenn die aktuellen Rekordhöhen meine ursprüngliche Jahresprognose bereits übertroffen haben. Die Aussichten für 2014 sind ebenfalls günstig, obwohl die Börsengewinne nicht so hoch ausfallen werden wie in diesem Jahr. 

Der Edelmetallsektor wird allmählich interessant. Das Restrisiko liegt hier unter der 10%-Marke. Das Öl wird seinen jüngsten Preisanstieg kaum halten können, da das Angebot über der Nachfrage liegt. Das Preisrisiko liegt hier bei 20% im Laufe des kommenden Jahres.















Die US-Wirtschaft wird in diesem Jahr ein Real-Wachstum von über 2% erreichen. Die abschließende Berechnung des dritten Quartals war mit Plus 4,1% (grüner Pfeil) das zweitbeste Ergebnis seit der Erholung von 2009 und wurde nur vom vierten Quartal 2011 (blauer Pfeil) übertroffen. 

Im kommenden Jahr wird die US-Wirtschaft weiter expandieren und dabei die 3%-Marke erreichen und vielleicht sogar überschreiten.
















Die Verbraucherpreise signalisieren keinerlei Inflationsgefahr. Die Kernrate - ohne volatile Nahrungsmittelpreise und Energiekosten - lag im November bei 1,7% (lila Pfeil) und die Gesamtrate nur bei 1,2% gegenüber dem Vorjahr (blauer Pfeil). Die 2%-Marke (grüne Linie) ist für die US-Notenbank die entscheidende Messlatte.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf der Hotline. Mein nächster Blog erscheint Ende Dezember.























Heiko Thieme

Samstag, 14. Dezember 2013

Dezember mit Fragezeichen















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Rückblick

In der zweiten Dezember-Woche setzte sich der allgemeine Verkaufsdruck an den Börsen fort. Der Schweizer Markt (SMI) erlitt dabei das größte Minus (roter Pfeil). Auch das Öl zählte nach dem deutlichen Anstieg in der ersten Dezember-Woche zu den Verlierern. Texas-Öl kam dabei am Freitag am meisten unter Druck (roter Pfeil). Edelmetalle erzielten dagegen allgemein ein Wochen-Plus, wobei der Freitag entscheidend zu diesem Ergebnis beitrug. Gold wurde zum Tagessieger (grüner Pfeil), während Silber den Wochenpreis erzielte (grüner Pfeil), aber weiterhin das Schlusslicht seit Jahresbeginn ist (roter Pfeil). Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) bleibt mit deutlichem Vorsprung Jahresbester (grüner Pfeil).


















Ausblick


13.12.2013 18:17

Heiko Thieme: "Der Dezember könnte enttäuschen"

Das Jahr ist fast zu Ende und am Aktienmarkt ließ sich 2013 ordentlich Geld verdienen. Heiko Thieme von der American Heritage Management meint: "Es könnte sein, dass der Dezember enttäuschend im Minus verläuft, weil wir September, Oktober und November im Plus hatten. Was auch passiert: Dieses Jahr war fantastisch, bleibt fantastisch und sollten wir Höchststände bekommen, sind sie marginal."

Der US-Experte Thieme verrät sein Rezept der vergangenen Jahre: "Wir müssen dann anfangen zu investieren, wenn die Unsicherheit am größten ist. Das war vor fünf Jahren der Fall. Wer vor fünf Jahren den Mut hatte, der hat richtig gescheffelt. Der hat fast 20 Prozent jedes Jahr gemacht, wenn er nur den Index kaufte." Aktuell hat Thieme einige US-Titel auf seiner Wunschliste für Weihnachten: "Die Intel zum Beispiel ist unterbewertet. Sie sollte eigentlich eher unter 23 Dollar sein, als bei 24 Dollar, aber ich bekomme fast vier Prozent Dividendenredite. Das reicht mir aus. Potenzial fürs nächste Jahr: Um die 15 bis 25 Prozent. Ich finde auch die Cisco um 21 Dollar interessant. Auch Finanztitel wie die Bank of America sind interessant. John Deere ist attraktiver aufgestellt als Caterpillar. Da würde ich auch etwas tun." Für Gold hat Thieme klare Vorstellungen: "Meine Strategie ist, dass ich Gold unter 1.225 Dollar sowohl physisch kaufen würde, aber auch als Goldminen. Hier erst die größeren Minen, die kleineren etwas später. Ich glaube nicht, dass Gold unter 1.000 Dollar fällt wie einige behaupten." Wie Heiko Thieme über den Kurs der US-Notenbank, Tech-Titel, Öl und Währungen denkt, das erfahren Sie im "Nasdaq Report".
Redakteur: Manuel Koch


















Zum Interview die nächste Zeile anklicken:

http://www.daf.fm/video/heiko-thieme-der-dezember-koennte-enttaeuschen-50166440.html

Drei Ereignisse werden die dritte Dezember-Woche beeinflussen. Der US-Senat wird dem im Repräsentantenhaus erzielten Kompromiss in der Budget-Frage zustimmen. Der Notenbankrat wird in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am Dienstag und Mittwoch das fünf-jährige Kaufprogramm von Staatsanleihen und Hypotheken fortsetzen und erst im kommenden Quartal die Summe von $85 Mrd. pro Monat etwas reduzieren. Am Freitag findet die vierfache "Hexenstunde" statt, wenn vier Terminkontrakte gleichzeitig verfallen, was im Wochenverlauf mit Volatilität verbunden ist. Dieses Ereignis findet alle drei Monate jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember statt.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint in der Weihnachtswoche.









Heiko Thieme

Montag, 9. Dezember 2013

Endspurt















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Rückblick

Der von mir für die erste Dezember-Woche prognostizierte Verkaufsdruck trat allgemein ein. Während die Börsen in Europa und Japan bis Donnerstag Verluste von drei bis fünf Prozent aufwiesen und damit meine Warnung voll bestätigte, war das Minus an Wall Street nur halb so hoch. Am Freitag kam es aufgrund besser als erwarteter Arbeitsmarktdaten in den USA zu einem kleinen Kursfeuerwerk, was fast das gesamte Wochenminus an Wall Street eliminierte. 

Der Dow Jones wurde Tagesbester (grüner Pfeil), während Platin verlor (roter Pfeil). Die Wiener Börse (ATX) nahm an dem plötzlichem Erholungstrend jedoch nicht teil und wurde Wochenletzter (roter Pfeil). Texas-Öl (WTI) stieg im gesamten Wochenverlauf und lag mit einem Plus von fast 5 % vorn (grüner Pfeil). 

Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) weist weiterhin mit deutlichem Abstand das größte Plus seit Jahresbeginn auf (grüner Pfeil) und hält diese Position seit Ende Juli. Silber landet dagegen seit März ständig auf dem letzten Platz in diesem Jahr (roter Pfeil). Am Mittwoch konnte man die Feinunze Silber unter $19 und Gold unter $1.220 als 'Weihnachtsgeschenk' kaufen.

Ausblick

Technisch gesehen bleiben die Börsen trotz der kurzen 'Atempause' in der vergangenen Woche überkauft. Dennoch rechne ich bis Jahresende mit weitereHöchstmarken beim Dow Jones, S&P 500 und auch DAX. In Japan kann der Nikkei die 16.000-Marke noch streifen. 

Frühestens im ersten Quartal nächsten Jahres kann es dann zur überfälligen Korrektur von 10% kommen. Die letzte Korrektur beim DAX und S&P 500 gab es im zweiten Quartal 2012 vor 18 Monaten. Die mögliche Korrektur hat dabei eher politische und nicht wirtschaftliche Gründe. 

Die US-Wirtschaft wird sich 2014 weiter verbessern und kann dabei die 3%-Marke fast erreichen. Auch in Europa zeichnen sich Verbesserungen ab; allerdings bleibt hier die 2%-Marke eine zu hohe Hürde.

Der jüngste Anstieg bei Texas-Öl ist primär technischer Natur und fundamental kaum zu rechtfertigen. Daher bleibe ich hier weiterhin Zuschauer.















Das amerikanische Wirtschaftswachstum war im  dritten Quartal höher als ursprünglich geschätzt. Ging die erste Hochrechnung vor einem Monat von einer Wachstumsrate von 2,8% aus, so liegt die zweite Hochrechnung mit  3,6% (grüner Pfeil) deutlich darüber. Der Anschein einer Wachstumsbeschleunigung in diesem Jahr (grüne Schattierung) trügt allerdings, da die 'Verbesserung" ausschließlich auf höheren Lagerbeständen beruht. Verbraucherausgaben und Investitionen lagen dagegen unter dem Niveau des zweiten Quartals

Gegenüber dem Vorjahr ist das Wachstum mit 1,8% (blauer Pfeil) nicht sehr robust, zumal ein entscheidender Teil auf höheren Lagerbeständen beruht, die wieder abgebaut werden müssen und damit künftiges Wachstum beeinträchtigen. Die Rezession vom dritten Quartal 2008 bis zum zweiten Quartal 2009 (rote Schattierung) ist zwar überwunden, jedoch fehlt bisher eine nachhaltige Wachstumsrate über der 3%-Marke, wie es seit 1947 im Durchschnitt der Fall war.












Die Arbeitslosenrate fiel im November auf 7% (grüner Pfeil) und damit mehr als erwartet. Wall Street honorierte diese Überraschung am Freitag mit deutlichen Index-Verbesserungen. Beim Amtsantritt von Präsident Obama lag die Arbeitslosenrate im Januar 2009 bei 7,8% (orange Pfeil) und stieg aufgrund der Rezession (graue Schattierung) bis Oktober 2009 auf 10% (roter Pfeil). 

Seit Dezember vergangenen Jahres wurden im Monatsdurchschnitt in der Privatwirtschaft rund 193.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, während im öffentlichen Sektor über 2.500 Arbeitsplätze im Monat verloren gingen. Setzt sich dieser Trend fort, so wird die Arbeitslosenrate Ende nächsten Jahres unter 6,5% liegen.













Die Verbraucher-Stimmung hat den dreimonatigen Abwärtstrend (roter Kreis) überwunden (grüner Pfeil). Im Dezember stieg dieses Barometer wieder über die 80 Punkte-Marke (hellgrüne Linie). Dies war in den vergangenen fünf Jahren bisher nur sechsmal geschehen; davon allein viermal in diesem Jahr von Mai bis August (blauer Kreis). Eine hohe Verbraucher-Stimmung fördert den Konsum und damit das WirtschaftswachstumEine niedrige Verbraucher-Stimmung ist dagegen ein Warnsignal (rote Pfeile).












Hypothekenzinsen beeinflussen den Bausektor. Dies zeigt die jüngste Entwicklung am Häusermarkt. Der Verkauf von Neubauten nahm deutlich zu (hellgrüner Kreis), als Hypothekenzinsen unter 3,5% lagen. Der Anstieg ab Jahresmitte auf 4,5% führte schnell zu einer dreimonatigen Abkühlung (roter Kreis). Erneut fallende Hypothekenzinsen (hellblauer Pfeil) erhöhen die Absätze bei Neubauten (grüner Pfeil). Die Talsohle wurde bei Neubauten erreicht (lila Schattierung), als Hypothekenzinsen unter 4,5% fielen.










Unternehmensgewinne sind in Amerika im dritten Quartal auf ein Rekordhoch von $1,872 Milliarden gestiegen (grüner Pfeil). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr liegt bei knapp 6% (blauer Pfeil). Den größten Sprung gab es, als nach dem Einbruch von Ende 2008 (lila Pfeil) die Verbesserung innerhalb von drei Quartalen ein Plus von über 100% aufwies (schwarzer Pfeil).

Obwohl Unternehmensgewinne vom dritten Quartal 1996 bis zum dritten Quartal 2001 fast stagnierten (orange Schattierung), kam es an Wall Street zu deutlichen Indexverbesserungen bis zu Beginn des neuen Jahrtausends. Der S&P 500 legte innerhalb von vier Jahren rund 130% zu. Der Freiverkehrsmarkt stieg sogar um 300% im gleichen Zeitraum, bevor die Internet-Blase mit Beginn des neuen Jahrhunderts platzte.

Seit Ende 2001 stiegen Unternehmensgewinne bis heute über 300% (hellblauer Pfeil). Der Dow Jones und S&P 500 legten im gleichen zwölfjährigen Zeitraum jedoch lediglich rund 60% zu! Unternehmensgewinne und Börsen marschieren nicht  immer im Gleichschritt.












Der Euro wurde als Buch-Währung im Januar 1999 eingeführt. Euro-Scheine und Münzen gibt es seit 2002. Der Wechselkurs zum US-Dollar hat in den vergangenen 15 Jahren deutliche Schwankungen erlebt. Die Erstnotierung des Euro lag bei knapp $1,18 (roter Pfeil). Ich empfahl damals, Dollar zu kaufen. Ende Oktober 2000 fiel der Euro auf fast $0,82 (hellgrüner Pfeil). Bereits ab $0.95 war für mich der Euro interessant. Danach kam es zu einer deutlichen Euro-Aufwertung, die Mitte Juli 2008 bei knapp $1,60 ihren Höhepunkt erreichte (lila Pfeil und Schattierung). Etliche Prognosen nannten einen Wechselkurs von zwei Dollar zum Euro. Die Kaufkraft wurde dabei vollkommen außer Acht gelassen. Meine damalige Kaufempfehlung für den Dollar wurde belächelt.

Die Bandbreite zwischen $1,50 und $1,20 hat seitdem gehalten. Der Euro ist dabei ein Kauf zwischen $1,20 und $1,30 (grüne Schattierung). Ab $1,42 empfahl ich den Dollar zum Euro bis zur $1,50-Marke (rote Schattierung). Die gelbe Schattierung gilt als neutrale Zone. Die schwarze Linie zeigt dabei die Kaufkraftparität von $1,25 zum Euro dar.  Die rote und hellgrüne Linie stellen den bisherigen Aufwärtstrend des Euro dar.

Aktuell bewegt sich der Wechselkurs hin zu einer Kaufempfehlung für den Dollar. Dies erläutere ich regelmäßig auf der Hotline.




Bis zum Jahresende gibt es in Europa nur noch 12 aber in Amerika dagegen 15 Börsentage. Während die europäischen Börsen vom 24. bis 27. und am 31. Dezember geschlossen sind, feiert Wall Street nur den 25. Dezember; am 24. Dezember endet der Handel allerdings bereits um 13:00 Uhr. 

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint in der dritten Dezember-Woche.











Heiko Thieme

Dienstag, 3. Dezember 2013

Fast alle Ziele erreicht













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Rückblick

Seit acht Wochen geht der Dow Jones nur in eine Richtung und beeindruckt mit ständig neuen Rekordhöhen - allein 14 neue Hoechstemarken gab es seit Ende Oktober. Der November brachte an den Börsen allgemein gute Index-Verbesserungen, wobei der DAX auf Wochen- und Monatsbasis vorn lag (grüne Pfeile) und der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) weiterhin seit Jahresbeginn mit deutlichem Abstand führt (grüner Pfeil). Edelmetalle und Texas-Öl (WTI) standen dagegen im November unter Verkaufsdruck. Silber war dabei das Schlusslicht (roter Pfeil), obwohl es am Freitag führte (grüner Pfeil). Auch seit Jahresbeginn weist Silber das bei weitem schlechteste Ergebnis mit einem Minus von fast 35% auf (Roter Pfeil).

Ausblick

Aus markttechnischer Sicht sind die Börsen deutlich überkauft und zu einer 'Atempause' von bis zu 4% kann es jederzeit kommen. Die erste Dezember-Woche könnte (wird) hierbei im Minus enden. Dennoch rechne ich mit einer anschließenden Weihnachts-/Jahresend-Rallye mit teilweise neuen Höchstständen. Eine Korrektur von mindestens 10% sollte ab Februar nächsten Jahres nicht überraschen. 











Meine aktuelle Einschätzung und die Aussichten fuer 2014 diskutierte ich mit Andreas Scholz an der Börse Stuttgart vor einer Woche. Hierzu die nächste Zeile anklicken.

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=QJD4Ssds8cM&feature=c4-overview&list=UUiB6I_OMIYRUU6O3aGNxgjw











Börsianer können mit dem bisherigen Jahresergebnis mehr als zufrieden sein. Seit Januar gab es an Wall Street bisher nur zwei rückläufige Monate im Juni und August. Der japanische NIKKEI Index weist das beste Ergebnis mit einem Plus von über 50% auf (roter Pfeil) und bestätigt damit meine Kaufempfehlung vor einem Jahr. Der vom Technologie-Sektor  geprägte US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) folgt mit einem Anstieg von 36% (orange Pfeil). Der Dow Jones (blauer Pfeil) und DAX (lila Pfeil) liegen mit Plus 23% und 21% dicht beieinander. Der Dezember kann nach einer kurzen Atempause noch geringfügige Verbesserungen bis Jahresende bringen.

Weitere Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein naechster Blog erscheint in der zweiten Dezember-Woche.






Heiko Thieme

Montag, 25. November 2013

Grund zum Feiern















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Rückblick

Auch die dritte November-Woche endete an den meisten Börsen mit erfreulichen Index-Gewinnen. Der Dow Jones schloss dabei erstmals über 16.000 und der S&P 500 über der 1.800-Marke. Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) liegt weiterhin seit Jahresbeginn an erster Stelle (grüner Pfeil). Nordsee-Öl erzielte den Tagespreis (grüner Pfeil) und Wochensieg (grüner Pfeil). Edelmetalle standen dagegen unter einem deutlichen Verkaufsdruck, wobei Silber in allen drei Zeitabschnitten (Freitag, Woche und seit Jahresbeginn) der absolute Verlierer war (rote Pfeile). 

Ausblick

Börsianer haben an diesem Donnerstag beim Erntedankfest (Thanksgiving) in den USA allen Grund zum Feiern. Seit 1833 - also in 180 Jahren - legte der Dow Jones nur 27 Mal ein noch besseres Resultat im Jahresverlauf vor. Bis zum Jahresende wird es noch weitere Rekordhöhen geben. Erst im kommenden Jahr ist mit einer Korrektur von 10% zu rechnen. 

Im Edelmetallsektor ist Silber unter $20 pro Feinunze ein Kauf. Auch Gold kann unter $1.250 pro Feinunze akkumuliert werden. Das Restrisiko liegt hier jeweils unter 10%. Beim Öl bleibe ich weiterhin zurückhaltend und rechne mit niedrigeren Preisen. Auf dem Währungssektor wird es beim Euro/$ keine wesentlichen Veränderungen bis Jahresende geben. 



















In der dritten Novemberwoche (am Donnerstag und Freitag) schloss der Dow Jones erstmals über der 16.000-Marke. Auch inflationsbereinigt stellt dies ein neues Rekordhoch dar (grüner Pfeil). Den bisherigen Höchststand (Inflationsbereinigt) gab es Ende 1999 (blauer Pfeil). Seit dem Tiefstand von März 2009 (roter Pfeil) ist der Dow Jones 145% gestiegen. Nur drei Haussen kamen seit 1900 auf ein noch besseres Ergebnis. 

Von Ende Oktober 1923 bis Anfang September 1929 legte der Dow Jones mit einem Plus von 345% das beste Ergebnis in seiner Geschichte vor. Von Oktober 1990 bis Juli 1998 gab es mit einem Plus von 295% den zweitbesten Anstieg. Von Ende Juli 1984 bis Ende August 1987 kam der Dow Jones auf ein Plus von 151% - das bisher drittbeste Resultat. 

Diese häufig gemachte Betrachtung übersieht jedoch, dass 2011 der Russel 3000 Index, der gemessen an der Marktkapitalisierung 98% aller notierten US-Werte umfasst, von Ende April bis Anfang Oktober  21% verlor, was die Definition einer Baisse erfüllt. So gesehen ist diese Hausse erst gut zwei Jahre alt und weist ein Plus von 51% auf. Das Potential ist damit aus historischer Sicht noch nicht ausgeschöpft, auch wenn der US-Aktienmarkt von seiner aktuellen Bewertungsbasis her keinesfalls mehr billig ist, sondern sich eher im oberen Bereich befindet. 

Die 17.000 Marke ist ein realistisches Ziel für 2014; die 18.000-Marke dagegen eine, wenn auch nicht unmögliche, Herausforderung.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf der Hotline. Am Donnerstag sind die US-Börsen wegen Thanksgiving geschlossen. Am Freitag beginnt das für den Einzelhandel so wichtige Weihnachtsgeschäft. Mein nächster Blog erscheint in der ersten Dezember-Woche.
Happy Thanksgiving!

Heiko Thieme


Montag, 18. November 2013

Meine Jahresprognosen mehrheitlich eingetroffen














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Die zweite November-Woche war für die Aktienmärkte ein voller Erfolg. Bis auf die Wiener Börse (ATX) gab es allgemein deutliche Plus-Zahlen. Den Wochenpreis erzielte allerdings das Nordsee-Öl (grüner Pfeil), was jedoch auf technischen Gründen beruhte. Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) führt weiterhin die Tabelle seit Jahresbeginn mit einem Plus von 32% an (grüner Pfeil), während Silber unverändert das Schlusslicht darstellt (roter Pfeil). 

Ausblick

Meine Prognosen für 2014 veröffentlichte 'Die Presse' diese Woche. 














Spitzenlöhne sind seit Beginn der Hausse im März 2009 über 12% gestiegen (grüner Pfeil); bei Niedriglöhnen sah es dagegen weitaus bescheidener aus und war mit einem Plus von 6% nur knapp halb so hoch (orange Pfeil). Ähnlich ist es am Arbeitsmarkt. Hier heisst das Motto: je höher die Erziehung, umso niedriger die Arbeitslosenrate. 

Während die durchschnittliche Arbeitslosenrate in den USA bei 7,3% liegt, weisen Hochschulabsolventen mit einer Rate von deutlich unter 5% quasi eine Vollbeschäftigung auf. Personen ohne Schulabschluss sind dagegen mit einer Arbeitslosenrate von über 14% hart getroffen. Selbst höhere Mindestlöhne schaffen hier nur wenig Abhilfe. Die Lösung liegt langfristig in der Erziehung.















Seit Mitte 2009 befindet sich Amerika in einem moderaten Wirtschaftsaufschwung. Von September 2009 bis September 2013 erhöhte sich das Bruttosozialprodukt (GNP) um $2,5 Billionen, was einen Anstieg von 17% bedeutet. Im gleichen Zeitraum stieg die Marktkapitalisierung aller notierten US-Werte, gemessen am Wilshire 5000 Index, mit einem Plus von fast 70% weitaus mehr. Damit sind die an der Börse notierten US-Unternehmen fast 10% mehr Wert als die gesamte US-Wirtschaft. Dies ist zwar ein Warnsignal, aber bedeutet nicht automatisch das Ende diese Hausse, da viele US-Unternehmen ihre Gewinne nicht nur aus Amerika sondern auch teilweise global erzielen.















Die US-Wirtschaft expandierte im dritten Quartal mit 2,8% (grüner Kreis) mehr als erwartet. Allerdings beruhte fast ein Drittel auf den Aufbau von Lagerbeständen, was normalerweise künftiges Wachstum beeinträchtigt. Seit der Rezession von 2008/2009 (rote Schattierung) hat sich die US-Wirtschaft bisher nur moderat entwickelt. Die US-Notenbank versucht durch ihre Niedrigzinspolitik und massiven Rückkäufe von Staatsanleihen und Hypotheken die Wirtschaft weiter anzukurbeln.




Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf der Hotline. Mein nächster Blog erscheint am 25. November.


Dieses Foto machte ich am Mittwoch, den 20. November. Hinter der gelben Fassade vor dem Rockefeller Wolkenkratzer wird der Weihnachtsbaum geschmückt. Der Einzelhandel ist vorsichtig mit optimistischen Prognosen.

Mittwoch, 13. November 2013

Twitter-Euphorie











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Rückblick


07.11.2013 17:05

Wall Street Opening Bell: Erstkurs von Twitter bei 45,10 US-Dollar

Der Börsengang von Twitter beschäftigt am Donnerstag alle Anleger. Gestern lag der Ausgabepreis bei 26 US-Dollar. Mittlerweile steht fest, dass der Erstkurs von Twitter bei 45,10 US-Dollar liegt. Alle weiteren Details zu dem Großevent erfahren Sie von DAF-Korrespondent Manuel Koch und Experte Heiko Thieme in der aktuellen Ausgabe der Opening Bell.

Laut Heiko Thieme geht es am Donnerstag an der Wall Street wie auf dem Jahrmarkt zu wegen dem Börsengang von Twitter. DAF-Korrespondent Manuel Koch erwähnt, dass die Aktie des Unternehmens 30 mal überzeichnet wurde und daran sehe man, wie groß das Interesse der Investoren im Vorfeld gewesen sei. Allerdings müsse das Unternehmen nun beweisen, dass es auch Gewinne einfahren kann, weil davon bislang nichts zu sehen war. Heiko Thieme merkt auch an, dass die Langlebigkeit eines solchen Unternehmens nicht garantiert ist: "Die Technologie wird uns zwar weiter führen, aber der Wechsel in diesem Sektor ist schneller als beim Marathon." Allerdings traut er Twitter durchaus zu, erfolgreich an der Börse zu sein: "Es wird schwer, aber das sind junge Leute, die Fantasie haben."
Redakteur: Fabian Haas


Zum DAF-Interview die nächste Zeile anklicken:


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Ausblick

Text folgt









Heiko Thieme